Abschnitt Jauntal

Das Ende der Eiszeit

09. März 2011 geschrieben von Erich Varh

Seit nunmehr über eine Woche kämpfen die Feuerwehren des Abschnitts Jauntal und das Bundesheer gegen die Eismassen am Klopeiner See. Was genau passiert ist und mit welchen Maßnahmen das Eis bekämpft wurde erfahrt ihr nun exklusiv auf der Website des Abschnittskommandos Jauntal.

 

Was ist passiert?
Die Eisplatte(n) sind alle Jahre ein massives Problem am Klopeiner See.  Je nach Größe bzw.  Eisdicke sind die Platten für die Badestege eine Gefahr. Die Eisplatte(n) konnte jedoch jedes Jahr von den ortsansässigen Feuerwehren Peratschitzen und Stein im Jauntal mit der Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Töschling und dem Eisbrecher-Boot bezwungen werden.

Am ersten Tag kämpften die Feuerwehren bis in den Abendstunden gegen das Eis

Am ersten Tag kämpften die Feuerwehren bis in den Abendstunden gegen das Eis

Kampf gegen das Eis ABI Siegfried Tschemernjak by deymore

Was war dieses Jahr anders?
Dieses Jahr war die Eisplatte durch die lang andauernde Kälte und den wenigen Sonnenstrahlen extrem dick, ca. 20 cm wurden gemessen.  Durch den starken Wind, der Ende Februar in St. Kanzian herrschte, begann sich die Platte zu bewegen.  Nach Rücksprache mit der FF Töschling wurde umgehend begonnen, die Platte zu brechen, doch durch den starken Wind und der extremen Dicke waren selbst die gebrochenen Platten eine Gefahr. Am Mittwoch, dem 2. März wurden durch den Wind 7 Badestege zerstört. Um weiteren Schaden zu verhindern,  wurden umgehend die Feuerwehren Stein im Jauntal, Peratschitzen, Kühnsdorf, Gablern, Abtei, Eberndorf und Rückersdorf alarmiert. Mit Feuerwehrhacken und Strahlrollen wurde gegen das Eis angekämpft.

Weitere Maßnahmen
Am 2. Tag merkte man, dass die ca. 80 ha, große Eisplatte durch ihre Dicke von mind. 20 cm nicht so schnell gebrochen werden konnte, also wurde das Bundesheer um Hilfe gebeten. Da für das Bundesheer diese Situation auch neu war, wurde erst besprochen, welche Maßnahmen in diesem Fall eine Wirkung bringen würden. Man entschied sich, die Eisplatte mit 2 Stahlseilen am Nordufer zu befestigen, diese Variante gilt als Erprobung und sollte dies Wirkung zeigen, kann zukünftig die Eisplatte umgehend am Ufer fixiert werden, um so ein Abtreiben zu den Stegen zu verhindern. Die Methode erwies sich als sehr  wirksam. Als zweites wurde vom Bundesheer ein Floß mit einen Bagger eingesetzt und konnte der Bagger die Eisplatte in wenigen Tagen zertrümmern.

Hohes, mediales Interesse beim Einsatz

Hohes, mediales Interesse beim Einsatz

Feuerwehren durchgehend im Einsatz
Die Feuerwehren waren mit dem Bundesheer zusammen durchgehend im Einsatz. Auch wenn es  für die Feuerwehren schwierig war, während den Werktagen vor Ort zu sein, konnten die Feuerwehren immer wieder ihren FREIWILLIGEN Dienst antreten. Sogar die Feuerwehrtaucher wurden als Schutzmaßnahmen herangezogen.

 

Großen Dank an die freiwilligen Helfer

Das Abschnittskommando Jauntal unter der Führung von ABI Siegfried Tschemernjak möchte sich an dieser Stelle bei allen freiwilligen Feuerwehren des Bezirkes Völkermarkt bedanken. Die Feuerwehren standen jeden Tag freiwillig und unentgeltlich im Einsatz. „Ich bin stolz drauf, so eine schlagkräftige Einsatztruppe zu führen“, so ABI Siegfried Tschemernjak. Dank gehört auch dem Bundesheer ausgesprochen, die umgehend mit über 60 Mann den Florianijüngern zu Hilfe kamen und auch die Zusammenarbeit erfolgter ohne größere Probleme.

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1 Kommentar zu “Das Ende der Eiszeit”

Stani sagt:

Ein Dank gilt vor allem BFK Gerfried Bürger für den Einsatz!!!!!! Ist hier ganz vergessen worde, obwohl er hier der aktivste Funktionär war!

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